Glaube bewegt Flintbeker Gemeinden

Wie jedes Jahr im März hieß es auch diesmal: Frauen aller Konfessionen laden ein zum Weltgebetstag.

Gemeinsam mit Frauen der katholischen Pfarrei und der evangelischen Gemeinde bereiteten wir einen Nachmittag des Glaubens vor. Am 3. März kamen die Vorbereitungen zur Umsetzung. Im gut gefüllten evangelischen Gemeindehaus wurde Glaube geteilt, besungen und bewegt – ganz im Sinne des diesjährigen Mottos.
Jedes Jahr wird der Gottesdienst zum Weltgebetstag von einem anderen Gastgeberland entwickelt. Teil des Programms sind jährlich auch Briefe von einheimischen Frauen, die uns ihre Lebensumstände und ihr Land näher bringen. „Pîng an“ sagt man im diesjährigen Gastgeberland Taiwan, wenn man einander Frieden wünscht. Dieser Friedenswunsch ist in dem Land Taiwan, das von der Weltgemeinschaft überwiegend nicht anerkannt wird, eng verknüpft mit dem Ruf nach Unabhängigkeit. In den persönlichen Briefen der Taiwanerinnen fanden aber auch Themen wie Gleichberechtigung, Umgang mit Missbrauch, pandemische Folgen und Umweltschutz ihren Platz. Im Wechsel zu den verlesenen Briefen sang die ökumenische Gemeinde „Denn ich hab von eurem Glauben gehört“ – ein Hinweis auf den Briefanfang an die Epheser, der dem Nachmittag einen biblischen Rahmen gab.
Der Brief an die Epheser beginnt mit großen Worten der Anerkennung: Paulus dankt der jungen und kleinen Gemeinde in Ephesus für ihren Glauben an Jesus Christus und versichert ihnen, diesen Dank auch in seinen Gebeten zum Ausdruck zu bringen (Eph 1, 15f). Er preist die Herrlichkeit, Macht und Stärke Gottes und wünscht den Ephesern, dass Gott ihnen erleuchtete Herzensaugen geben möge.
Einige Überlegungen zum Bibeltext wurden in Dialogform zum Vortrag gebracht. Nach sämtlichen Eindrücken und viel gemeinsamem Gesang – die Lieder wurden überwiegend in Taiwan komponiert – fand der offizielle Teil mit dem Vater unser und Segen einen Abschluss.
Mit Teetasse in der einen und einer Spezialität aus Taiwan in der anderen Hand, konnte man sich noch wunderbar mit den anderen Teilnehmer*innen und Besucher*innen unterhalten. Wie auch vor der Pandemie ist wieder eine gesellige Runde entstanden, die Möglichkeit bot, sich über Glauben auszutauschen. Auch nutzten einige die Gelegenheit, Paulus‘ Vorbild zu folgen: So lagen Postkarten aus, damit jede*r selbst einmal die Gelegenheit ergreifen konnte, einem Glaubensvorbild zu schreiben. Es war eine Freude, mit den anderen Flintbeker Gemeinden für diesen Nachmittag eine Gemeinde zu bilden.
Wir sind schon jetzt gespannt auf den Gottesdienst 2024, zu dem Palästina einlädt!